In diesem Tutorial geht es um MG-Stellungen in DoD, also um jene Bereiche einer Map, wo man sein MG aufbarren kann.
Als erstes benötigen wir für unsere MG-Stellung einen geeigneten Platz in unserer Map. Prinzipiell kann man von zwei verschiedenen MG-Stellungsarten sprechen:
Das ist - obwohl der Name ja was von klassisch erzählt - eine relativ selten vorkommende MG-Stellung in den DoD-Maps. Für eine Sandsackstellung benötigt man eine… Sandsackstellung. Diese kann entweder gemappt sein oder gemodellt sein. Im Falle eines Modells sollte man noch die Hinweise am Ende des Tutorials lesen.
Diese Variante kommt wohl am häufgigsten in den DoD-Maps vor. Dabei werden natürliche Umgebungen als Stellung umfunktioniert. Das können Fensterlöcher, Mauern, Trümmerhaufen, Bodensenkungen, Grabenränder oder spezielle Modells sein.
WICHTIG
Für eine geeignete Aufbarrungshöhe des MGs sollte die Stellungshöhe 48 Units nicht überschreiten, d.h. höher als 48 Units sollte eine Mauer ect. nicht sein, sonst steckt das MG in der Stellung drin. Für eine geeignete Aufbarrungstiefe des MGs sollte die Stellungstiefe 16 Units nicht unterschreiten, d.h. schmaler als 16 Units läßt den Eindruck entstehen, das Zweibein des MGs hängt über den Stellungsrand drüber, was wirklich sehr uncool aussieht!
Zum Testen gehe ich mal davon aus, daß ihr bereits eine leakfreie Testmap gebaut habt. Nun basteln wir uns also in diese Testmap eine Mauer mit 48 Units Höhe und 16 Units Tiefe. Die Breite der Mauer spielt hier erstmal keine große Rolle. Auf der Seite, von wo der Spieler sein MG nun aufbarren kann, bauen wir einen 1 Unit hohen und 64 Units breiten Brush und belegen ihn mit der AAA-Textur. Der Brush muß direkt an die Mauer angrenzen. Diesen Brush wandeln wir mit Hilfe des Entity-Tools um in ein dod_trigger_sandbag Entity. Dieses Entity besitzt folgende Optionen:
Unter Pitch Yaw Roll müssen wir nun den Yaw Wert gemäß der Schußrichtung eines MGs den Ausrichtungswinkel angeben (90 für Norden, 0 für Osten, 180 für Westen und 270 für Süden). Am besten kann man die Schußrichtung anhand der Topview im Editor ermitteln.
Dann stellen wir unter Degrees in either direction die maximale Seitenbewegung des MGs ein. 30 würde bedeuten, daß man das MG sowohl maximal 30° nach links als auch maximal 30° nach rechts schwenken kann.
Nun kann man die Map kompilieren und ausprobieren (natürlich mit einem MG-Schützen ;)
Bis auf die eben genannten Optionen braucht ihr keine weiteren Angaben zu machen. Interessant sind beispielsweise nur Name und Master, wenn man die Stellung aus diversen Gründen un- oder benutzbar machen möchte. Target wird interessant, wenn man beim Betreten der Stellung ein anderes Ereignis auslösen möchte. Moves With könnte an Nutzen gewinnen, wenn sich unsere Stellung auf einem beweglichen Objekt befindet (Zug, Fahrzeug ect.). Ausprobiert habe ich das allerdings noch nicht!
Beim Bau einer Fensterstellung oder ähnlichen begrenzten Öffnungen sollte man immer mit den Schwenkwerten experimentieren, denn es macht wenig Sinn das MG soweit schwenken zu lassen, daß man in die Fensterrahmen usw. ballern kann.
Bei Verwendung einer modellierten Stellung muß das Model vorher noch mit einem unsichtbaren Materialbrush ausmodelliert werden. Ein Materialbrush ist ein func_wall Brush, welcher mit einer der speziellen DoD-Materialtexturen belegt worden ist. Je nach Modeltyp (Fahrzeug, Trümmerhaufen, Bretterstapel usw.) muß man die entsprechende Materialtextur auswählen. Das func_wall wird dann per geschicktem Vertexing und/oder Clipping auf die mehr oder weniger groben Model-Ränder angepaßt. Dann bei Render mode den Modus Texture auswählen, damit das Entity unsichtbar wird. Nun besitzt das Model eine Hülle, hält Schüsse ab und reagiert je nach Materialtextur mit diversen Einschußgeräuschen und Partikeleffekten.
Es ist auch hier drauf zu achten, daß das Model (bzw. der Materialbrush) nicht unbedingt 48 Units Höhe über- bzw. 16 Units Tiefe unterschreitet!
Viel Spaß beim Ausprobieren und gutes Gelingen!
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